Ankündigungen

Das IAAEU ist nun auf Instagram!

Dort gibt es Einblicke in die Projekte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts, Informationen über neue Veröffentlichungen und aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen und Konferenzen. Wir sind auf Instagram unter iaaeu_trier und über den folgenden QR Code zu finden.

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Das IAAEU ist nun auch auf LinkedIn!

Dort gibt es Einblicke in die Projekte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts, Informationen über neue Veröffentlichungen und aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen und Konferenzen. Wir sind auf LinkedIn unter diesem Link zu finden.

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Brownbag Seminar

Auch im Wintersemester 2025/26 finden wieder Brownbag Seminare am IAAEU statt. Weitere Informationen zu den Vorträgen finden Sie auf unserer Brownbag Seminar Seite.

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Preise, Auszeichnungen & aktuelle Meldungen


15. Januar '26
Gastwissenschaftlerin am IAAEU

Von Januar bis Ende März 2026 ist Brenda Adiwijaya als Gastwissenschaftlerin am IAAEU. Frau Adiwijaya ist Doktorandin im dritten Studienjahr an der Universität Insubria in Italien. In ihrer Dissertation analysiert sie den Zusammenhang zwischen historischen Normen und der heutigen Entscheidungen über Kinderbetreuung. Während ihres Aufenthalts am IAAEU wird sie anhand deutscher Daten den Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und der Verfügbarkeit von Kinderbetreuung untersuchen. Wir heißen Brenda Adiwijaya herzlich am IAAEU willkommen und wünschen ihr einen erfolgreichen und bereichernden Aufenthalt.
Gastwissenschaftlerin Brenda Adiwijaya

14. Januar '26
Professor Martín Besfamille besucht das IAAEU

Vom 09. bis 21. Dezember 2025 besuchte Prof. Martín Besfamille das IAAEU. Er ist außerordentlicher Professor am Instituto de Economía der Pontificia Universidad Católica de Chile in Santiago und Research Fellow am CESifo. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Fiskalföderalismus und Dezentralisierung, die Umgehung von gesetzlichen Beschränkungen sowie Steuerhinterziehung.

Während des Aufenthalts von Martín Besfamille am IAAEU setzten er und Laszlo Goerke die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt fort, die sie vor einigen Jahren beim Besuch des CESifo in München begonnen und während des letzten Aufenthalts von Martin Besfamille in Trier vor einem Jahr und anlässlich zweier Besuche von Laszlo Goerke in Santiago de Chile fortgesetzt hatten. Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, die Auswirkungen des Zusammenwirkens von Steuer- und Kartellbehörden auf oligopolistischen Märkten zu analysieren.
Professor Martín Besfamille besucht das IAAEU

15. Dezember '25
Forschungsaufenthalt von Guilherme Grillo am IAAEU

Guilherme Levien Grillo ist seit Ende September Gast am IAAEU. Für die Dauer eines Jahres führt er in der Bibliothek des IAAEU Forschungen zu verschiedenen Modellen des kollektiven Arbeitsrechts durch und vergleicht dabei die Tarifautonomie in Deutschland und Brasilien. Diese Forschung bildet den Kern seiner von Prof. Dr. Daniel Ulber betreuten Dissertation.

Die internationale Forschungsbibliothek des Instituts ist von zentraler Bedeutung für seine Arbeit. Mit ihrem umfassenden Bestand an Büchern und Zeitschriften zum nationalen und internationalen Arbeitsrecht, zur Arbeitsökonomie sowie zum Personalmanagement zählt die IAAEU-Bibliothek zu den wichtigsten Sammlungen ihrer Art.

Seit Jahrzehnten kommen Gastwissenschaftler wie Herr Grillo nach Trier, um rechtsvergleichende Forschung zu betreiben und das deutsche sowie europäische Arbeitsrecht zu studieren. Das IAAEU freut sich darauf, auch künftig weitere Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler im Institut und in der Bibliothek begrüßen zu dürfen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Institut.

Forschungsaufenthalt von Guilherme Grillo am IAAEU

9. Dezember '25
IAAEU beim European Winter Meeting of the Econometric Society 2025

Das IAAEU nahm am European Winter Meeting of the Econometric Society teil, das vom 7. bis 9. Dezember 2025 in Nikosia, Zypern, stattfand. Das Treffen brachte Forschende aus aller Welt zusammen, um Ideen auszutauschen und neue wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu präsentieren.

Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Yue Huang stellte das Papier „Councils of contentment: Works councils and income perceptions“ vor, das gemeinsam mit Laszlo Goerke und Sven Hartmann, ebenfalls Mitarbeiter des IAAEU, verfasst wurde. Die Studie zeigt, dass Beschäftigte in Betrieben mit Betriebsrat eine deutlich höhere Einkommenszufriedenheit aufweisen als vergleichbare Beschäftigte in nicht mitbestimmten Betrieben. Die Analyse hebt Einkommensrang, wahrgenommene Lohngerechtigkeit und Arbeitsbedingungen als zentrale Mechanismen hervor, die die Mitbestimmung mit der Einkommenszufriedenheit verbinden.

Wir sind dankbar für die Gelegenheit, unsere Forschung vorzustellen und uns während des Treffens mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Ein herzlicher Dank gilt den Organisatorinnen und Organisatoren der Konferenz für die hervorragende Ausrichtung der Veranstaltung.
Dr. Yue Huang beim European Winter Meeting of the Econometric Society 2025

8. Dezember '25
Neue Veröffentlichung im Journal of Health Economics

Dr. Sven Hartmann und Dr. Andrea Bernini (University of Houston) untersuchen in einer neuen Studie den Einfluss westlicher Medien auf das Rauchverhalten in der DDR. Die Studie zeigt, dass Frauen, die vor der Wiedervereinigung Zugang zu Westfernsehen hatten, später deutlich häufiger rauchten und im Jahr 2002 im Schnitt 68 Prozent mehr Zigaretten konsumierten als Frauen ohne Zugang.
Während die Raucherquote von Männern weitgehend unverändert blieb, verschoben westliche Medien insbesondere für Frauen gesellschaftliche Normen zum Rauchen. Die langfristigen Folgen zeigen sich bis heute in höheren Gesundheitskosten in Regionen mit früherem Westfernsehen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Medieninhalte langfristige Auswirkungen auf das Gesundheitsverhalten haben können.

Andrea Bernini und Sven Hartmann, The Effect of West German Television on Smoking and Health: A Natural Experiment from German Reunification, Journal of Health Economics, 104: 103077


6. Dezember '25
IAAEU auf der GLO-Konferenz

Die Konferenz der Global Labor Organization (GLO) fand dieses Jahr vom 3. bis 5. Dezember als hybride Veranstaltung statt. Für das IAAEU nahmen Björn Becker virtuell und Laszlo Goerke vor Ort in Bonn teil.

Den Auftakt machte Björn Becker, der in der Online Job Market Session für Asien am frühen Mittwochmorgen sein Projekt „Higher Education, Lower Satisfaction: Hypogamy and Traditional Norms in Japan“ vorstellte. In der Studie wird dargelegt, wie traditionelle Normen die Zufriedenheit von Frauen beeinflussen, die über eine höhere Bildung verfügen als ihre Ehemänner.

Vor Ort im Wissenschaftszentrum Bonn präsentierte Laszlo Goerke eine Studie mit dem Titel „Councils of Contentment: Works Councils and Income Perceptions“, die er zusammen mit Yue Huang und Sven Hartmann verfasst hat, die ebenfalls am IAAEU tätig sind. Die Autoren untersuchen, wie Betriebsräte die Zufriedenheit von Beschäftigten mit ihrem Einkommen beeinflussen.
Prof. Dr. Laszlo Goerke auf der GLO-Konferenz

3. Dezember '25
Erfolgreiche Disputation

Frau Dr. Theresa Geißler hat ihr Promotionsverfahren am 03.12.2025 erfolgreich beendet. Für eine Arbeit mit dem Titel "From Education to Employment: Understanding educational mismatch using the case of Germany" wurde ihr der Titel Dr. rer. pol. verliehen. Fast zeitgleich zu der hervorragenden Disputation wurde eines der Kapitel aus der Dissertation zu Educational Mismatch and Trade Union Membership in der Zeitschrift Industrial Relations publiziert.

Zusammen mit den Gutachtern, Prof. Dr. Katrin Muehlfeld, Professur für Management, Organisation und Personal, und Prof. Dr. Laszlo Goerke, IAAEU und Professur für Personalökonomik, sowie dem kurzfristig für einen erkrankten Kollegen eingesprungen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Matthias Wolz, Professur für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, freuen sich die ehemaligen Kolleginnen und Kollegen mit Dr. Geißler über den Abschluss des Promotionsverfahrens, gratulieren ihr ganz herzlich zu diesem Erfolg und wünschen ihr alles Gute für die nächsten beruflichen Schritte.
Impression der erfolgreichen Disputation

27. November '25
Zweiter Mainz-Trier Workshop on Labour Economics

Am 27. und 28. November 2025 fand der zweite Mainz-Trier Workshop on Labour Economics an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Während des Workshops stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Lehrstuhls für Angewandte Statistik und Ökonometrie von Prof. Dr. Thorsten Schank und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IAAEU sowie des Lehrstuhls für Personalökonomik von Prof. Dr. Laszlo Goerke an der Universität Trier ihre neuesten Forschungsergebnisse vor.

An die jeweiligen Präsentationen schlossen sich intensive und konstruktive Diskussionen an. Die Zuhörerinnen und Zuhörer gaben den Vortragenden zahlreiche wertvolle Anregungen und Ideen zur Weiterentwicklung ihrer Projekte. Die Trierer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen über familiäres Einkommensmanagement, Einkommenszufriedenheit und Arbeitsmarktinstitutionen sowie das Alter von Schülern und Schülerinnen im Vergleich zu dem von Klassenkameraden und Essgewohnheiten.

UCL
Ökonomisches Team des IAAEU auf dem zweiten Mainz-Trier Workshop on Labour Economics

26. November '25
Erfolgreiche Disputation

Im Jahr 2021 hat Marco Clemens seine Promotion angefangen und begonnen, am IAAEU zu arbeiten. Am 26.11.2025 hat er den Weg zum Doktortitel erfolgreich abgeschlossen. Nach einer hervorragenden Disputation wurde Dr. Marco Clemens für seine "Essays on Income, Wellbeing, and the Labour Market" der Titel Dr. rer. pol. verliehen.

Zusammen mit den Gutachtern, Prof. Jan Sauermann , Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy (IFAU) in Uppsala (Schweden), der online zugeschaltet war, und Prof. Dr. Laszlo Goerke (IAAEU und Universität Trier), sowie dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Axel Adam-Müller, freuen sich die ehemaligen Kollegen und Kolleginnen mit Dr. Marco Clemens über den Abschluss des Promotionsverfahrens und gratulieren ihm ganz herzlich.

Impressionen der erfolgreichen Disputation

20. November '25
Forschungsaufenthalt am University College London

Zwischen September und Oktober verbrachte Dr. Sven Hartmann sechs Wochen auf einem Forschungsaufenthalt am University College London. Er war am Social Research Institute des UCL untergebracht, wo er von Alex Bryson betreut wurde.

Während dieses Aufenthalts nahm er an zahlreichen Seminarvorträgen teil und entwickelte in Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen am UCL neue Forschungsideen. Gemeinsam mit seinem Co-Autor aus Oxford erarbeitete er ein neues Projekt, über das bald mehr berichtet wird.



UCL
Dr. Sven Hartmann während seines Forschungsaufenthalts am University College London (UCL)

18. November '25
Prof. Daniel Ulber beim Workshop: Regulierung der Arbeitszeit im digitalen Zeitalter

Am 18. November nahm Prof. Daniel Ulber am Workshop „Regulating Working Time in the Digital Era“ an der Universiteit van Amsterdam teil. Die Veranstaltung befasste sich mit den Herausforderungen und Potenzialen der Regulierung von Arbeitszeit im Kontext von Digitalisierung, Plattformarbeit und zunehmender Hyperkonnektivität.

Prof. Daniel Ulber hielt einen Vortrag mit dem Titel „Digitalisation and working time law: contemporary challenges and solutions“ und beleuchtete dabei ungelöste rechtliche Fragen der Digitalisierung vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung der Arbeitszeitrichtlinie. Obwohl die Richtlinie aus arbeits- und gesundheitsschutzrechtlicher Perspektive auf tragfähigen Grundannahmen beruht, ist sie zunehmend nicht mehr in der Lage, die neuen Arbeitsformen und Beschäftigungsmöglichkeiten zu berücksichtigen, die durch die Digitalisierung der Arbeitswelt entstehen. Der Europäische Gerichtshof hat dieses Problem teilweise durch eine gefestigte Rechtsprechung zum Begriff der Ruhezeiten sowie durch eine restriktive Auslegung der Ausnahmen und Abweichungen in der Richtlinie aufgegriffen.

Dennoch sollte nach Auffassung von Prof. Ulber eine Modernisierung in Betracht gezogen werden. Diese müsse nicht zwingend mit mehr oder weniger Schutz einhergehen, sondern solle vielmehr den Veränderungen der Arbeitswelt Rechnung tragen und die damit verbundenen Regelungsprobleme lösen.

Ein herzlicher Dank gilt Nuna Zekić für die Ausrichtung der Konferenz sowie allen, die an der Organisation mitgewirkt haben!

17. & 18. November '25
Jaqueline Stein bei der Tagung “Armut und Recht” am WZB

Am 17. und 18. November nahm Jaqueline Stein an der interdisziplinären Tagung „Armut und Recht“ teil, die gemeinsam vom Deutsches Institut für Menschenrechte und dem Wissenschaftszentrum Berlin fuer Sozialforschung (WZB) organisiert wurde.

Die Tagung widmete sich zentralen Fragen zum Verhältnis von Recht und Armut: Wie wirkt sich Recht in Deutschland auf armutsbetroffene Menschen aus? Welche rechtlichen Strukturen begünstigen Exklusion und Marginalisierung? Und welche Potenziale birgt das Recht, um Armut strukturell zu bekämpfen?

Am 18. November sprach Jaqueline Stein über ihre Forschung zu Gefangenenarbeit und Arbeitsrechten im Strafvollzug. Besonders beleuchtete sie, wie rechtliche Ausschlüsse die Armut von Gefangenen verstärken und verfestigen – nicht nur während der Haft, sondern auch darüber hinaus. Ein zentrales Thema war die kritische Betrachtung dieser Situation im Kontext des verfassungsrechtlichen Resozialisierungsgebots.

Wir danken insbesondere den beiden Initiatorinnen Lê Phan-Warnke und Tanja Herklotz für die hervorragende Organisation dieses Formats.
Impressionen der Tagung “Armut und Recht” am WZB

15. & 16. November '25
Josephine Ende beim Workshop: Schreiben und Publizieren im Recht der EMRK und anderer internationaler Menschenrechtssysteme

Am 15. und 16. November nahm Josephine Ende an dem Workshop „Schreiben und Publizieren im Recht der EMRK und anderer internationaler Menschenrechtssysteme“ an der Universität zu Köln teil. Der Workshop richtete sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit Schwerpunkt im europäischen Menschenrechtsschutz und behandelte den gesamten Prozess des Schreibens und Publizierens wissenschaftlicher Texte im Bereich der Menschenrechte.

Aus den Workshop-Panels sowie den Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen gewann Josephine Ende zahlreiche wichtige Erkenntnisse, die für ihre Dissertation und ihre zukünftige wissenschaftliche Laufbahn von großem Wert sind.

Ein herzlicher Dank gilt Angelika Nußberger für die Ausrichtung des Workshops sowie allen, die bei der Organisation mitgewirkt haben!

Josephine Ende beim Workshop

10. & 11. November '25
Prof. Daniel Ulber auf der Konferenz Regulating Minimum Wages: Between the EU and the Member States

Am 10. und 11. November nahm Prof. Daniel Ulber an der Konferenz „Regulating Minimum Wages: Between the EU and the Member States” an der Universität Luxemburg teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen bei der Regulierung von Mindestlöhnen an der Schnittstelle zwischen europäischem und nationalem Arbeitsrecht.

Am 10. November nahm Prof. Ulber gemeinsam mit Nicola Countouris (UCL London) und Emanuele Menegatti (Universität Bologna) an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die EU-Richtlinie über angemessene Mindestlöhne: Wessen Zuständigkeit?“ teil, die von Elisabeth Brameshuber (Universität Wien) moderiert wurde. Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere Fragen der Kompetenzverteilung zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedstaaten und deren Bedeutung für eine wirksame Mindestlohnpolitik. Die Veranstaltung war von hoher Relevanz, da sie zeitgleich mit der lang erwarteten Urteilsverkündung des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache Dänemark/Kommission stattfand. Die Teilnehmer verfolgten die Urteilsverkündung per Live-Stream und diskutierten sie unmittelbar danach.

Vielen Dank an Luca Ratti für die Ausrichtung der Konferenz und an alle, die bei der Organisation mitgeholfen haben!

Prof. Ulber auf der Konferenz

24. Oktober '25
Prof. Daniel Ulber bei der Tagung “Ungleichheit im Tarifvertrag” in Bayreuth

Am 24. Oktober nahm Prof. Dr. Daniel Ulber an der Tagung “Ungleichheit im Tarifvertrag - Zur ‘Jahrhundertentscheidung’ des Bundesverfassungsgerichts” teil. Prof. Dr. Adam Sagan von der Universität Bayreuth und Inken Gallner, Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, organisierten die Tagung und leiteten durch den Tag. Die Tagung war sehr gut besucht und eine Vielzahl von Vertretenden der Arbeitsgerichtsbarkeit beteiligte sich rege an den Diskussionen.

Prof. Dr. Daniel Ulber widmete sich in seinem Vortrag den Rechtsfolgen gleichheitswidriger Tarifnormen und der primären Korrekturkompetenz der Tarifvertragsparteien. Der Vortrag zeigt die praktischen Folgen der Entscheidung auf und ging insbesondere auf die Folgeprobleme im gerichtlichen Rechtsschutz ein.

Zuvor hatten bereits Prof. Dr. Dres. h.c. Monika Schlachter (ehemalige Direktorin des IAAEU), Prof. Dr. Martin Eifert (Richter des Bundesverfassungsgerichts) sowie Prof. Dr. Stefan Greiner (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Impulse geliefert.

Im Anschluss diskutierten die Sozialpartner Dr. Grégory Garloff (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Roland Wolf (BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) die Bedeutung der Entscheidung. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Katja Gelinsky LL.M. (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Vielen Dank an alle, die bei der Organisation dieser Tagung mitgeholfen haben!

Tagung in Bayreuth
Prof. Daniel Ulber bei der Tagung “Ungleichheit im Tarifvertrag” in Bayreuth

10. Oktober '25
IAAEU auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2025

Das IAAEU nahm vom 14. bis 17. September an der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (VfS) in Köln teil. Die Jahrestagungen des VfS zählen zu den größten und renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Konferenzen in Europa und bringen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus einer Vielzahl von Fachrichtungen zusammen.

Auf der Konferenz präsentierte unsere Forscherin Dr. Yue Huang das Paper „Confucius Institutes and Labor Market Outcomes of Chinese Immigrants in the United States“, das sie gemeinsam mit Jonas Feld, einem ehemaligen Mitarbeiter des IAAEU, verfasst hat. Die Studie untersucht, wie die Einrichtung von Konfuzius-Instituten – einem wichtigen Instrument der chinesischen Kulturdiplomatie – mit den Arbeitsmarktergebnissen chinesischer Migrantinnen und Migranten in den USA zusammenhängt.

Wir sind dankbar für die Gelegenheit, unsere Forschung vorzustellen und uns auf der diesjährigen Tagung mit Kolleginnen und Kollegen in anregende Diskussionen einzubringen.

Konferenz
Dr. Yue Huang auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (VfS) in Köln

16. bis 18. September '25
Prof. Daniel Ulber bei der IREC Konferenz in Luxemburg

Vom 16. bis 18. September nahm Prof. Daniel Ulber an der Konferenz “Industrial Relations in a Changing World of Work” am Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) teil. Auf der Konferenz befassten sich die Teilnehmenden in themenspezifischen Panels und Plenardebatten mit aktuellen Herausforderungen für die Arbeitsbeziehungen in Europa. Dazu zählen unter anderem die Rolle von KI im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung, der Klimawandel und die steigende Inflation.

Am 2. Konferenztag war Prof. Daniel Ulber mit weiteren Kolleginnen und Kollegen Teil einer Diskussionsrunde zur Rolle der Sozialpartner im Rahmen der Adequate Minimum Wage Directive.

Vielen Dank an alle, die bei der Organisation dieser bereichernden Konferenz mitgeholfen haben!

Konferenz
Prof. Daniel Ulber während der Konferenz Industrial Relations in a Changing World of Work am Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER), 16.–18. September 2025.

16. & 17. September '25
Doktorandenseminar am IAAEU

Am 16. und 17. September nahmen Josephine Ende und Ali Noor Sheikh vom Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) am Doktorandenseminar von Prof. Daniel Ulber teil. Zwei Tage lang stand die inhaltliche und methodische Arbeit an Dissertationsprojekten im Mittelpunkt – von der Themenfindung bis zur Abgabe der finalen Arbeit.

Zu Beginn stellten die Teilnehmenden ihre Forschungsvorhaben vor, bevor zentrale Herausforderungen wie die Entwicklung eines roten Fadens oder das Zeitmanagement diskutiert wurden. In einer „Problemwerkstatt“ bot sich die Gelegenheit, individuelle Fragen zu besprechen und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Ergänzend gaben Workshops zu verschiedenen Themen die Möglichkeit zum Austausch über Fragen und Probleme bei der Erstellung der Dissertation.

Nach langen Umbauarbeiten konnte das Seminar wieder in den Räumlichkeiten des Instituts stattfinden.

Das Seminar leistet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Dissertationsprojekte und fördert den wissenschaftlichen Austausch unter Promovierenden. Es soll nunmehr regelmäßig die Gelegenheit zum Austausch geben.

Konferenz
Doktorandenseminar am IAAEU

12. September '25
Björn Becker auf der GRAPE Gender Gaps Konferenz

Björn Becker nahm am 12. und 13. September an der GRAPE Gender Gaps Konferenz in Warschau teil, welche ein volles Programm bot, das Forscher und Forscherinnen aus ganz Europa in der polnischen Hauptstadt vereinte.

Björn Becker präsentierte hier sein gemeinsames Projekt mit Dr. Yue Huang: „I manage the money – You spend it: Income Management and Expenditure in Japan”. Beide Autoren bedanken sich für eine Fülle an hilfreichen Kommentaren.

Zudem gilt ein herzlicher Dank Lucas van der Velde für die Organisation dieses tollen Events, sowie unserer früheren Kollegin Joanna Tyrowicz, welche dem GRAPE Institut in Warschau als Direktorin vorsteht.

Konferenz
Björn Becker auf der GRAPE Gender Gaps-Konferenz

03. September '25
Rückblick auf die Tagung „Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie“

Am 03. September 2025 fand am IAAEU in Trier, die Tagung Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie statt. Praxis und Wissenschaft haben einen Tag lang über die Folgen der Jahrhundertescheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bindung der Tarifvertragsparteien an Art. 3 Abs. 1 GG diskutiert.

Prof. Daniel Ulber vom IAAEU und Matthias Hambach, Präsident des LAG Rheinland-Pfalz eröffneten die Tagung “Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie”.

Im Zentrum der ersten Vorträge standen die Grundrechtsbindung der Tarifparteien sowie die Folgen der Entscheidung für das arbeitsgerichtliche Verfahren:

Prof. Dr. Wolfgang Däubler (Universität Bremen, a.D.) referierte zu den Fragen der Grundrechtsbindung von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden bei der Tarifnormsetzung und den Folgen der Entscheidung für die gerichtliche Kontrolle von Tarifverträgen.

Dr. Bertram Zwanziger (Vorsitzender Richter a.D., BAG) analysierte die prozessualen Konsequenzen der Nachtarbeitsentscheidung für das arbeitsgerichtliche Verfahren. Es zeigt sich die Fülle an prozessualen und praktischen Folgeproblemen, die das BVerfG in seiner Entscheidung teils offen lässt, teils gar nicht aufgreift. Zwanziger plädierte u.a. dafür im Blick zu behalten, dass nach wie vor Tarifverträge auch willkürliche Differenzierungen enthalten können, auch wenn das BVerfG den verfassungsrechtlichen Schutz eher eingeschränkt habe. In diesen Fällen sei aber die Aussetzung („primäre Korrekturkompetenz“) zur Korrektur durch die TV-Parteien grds. nur durch das BAG vorzunehmen.

Beide Referate wurden intensiv diskutiert und insbesondere über die Frage diskutiert, wie die Anforderungen der Entscheidung in der gerichtlichen Praxis umgesetzt werden können.

Der zweite Teil der Tagung „Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie“ widmete sich dem unionsrechtlichen Diskriminierungsschutz und den Perspektiven der Sozialpartner.

Prof. Dr. Dres. h.c. Monika Schlachter (Universität Trier, a.D.) stellte dar, wie die Entscheidung des BVerfG im Lichte des europäischen Rechtsrahmens zu bewerten ist. Sie stellt heraus, dass die Entscheidung im Bereich der unionsrechtlichen Diskriminierungsverbote nicht angewandt werden kann, weil dies mit den Kontrollmaßstäben des EuGH inkompatibel wäre. Sie arbeitete aber heraus, dass eine Koexistenz dieser Kontrollmaßstäbe möglich sei.

Anschließend wurde die Entscheidung durch die Sozialpartner bewertet: Prof. Dr. Nadine Brandl (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)-Bundesverwaltung) und Roland Wolf (BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) verdeutlichten die praktischen Auswirkungen auf die Tarifpraxis aus Sicht von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Übereinstimmend wurde positiv gesehen, dass das BVerfG die Tarifautonomie schützen wolle. Kritisch wurde teilweise das „Wording“ der Entscheidung gesehen. Kontrovers war die Einschätzung zur Kontrolldichte und insbesondere zur Anwendbarkeit der Entscheidung im Bereich unionsrechtlich determinierter Diskriminierungsverbote.

Das Schlusswort sprach Prof. Dr. Daniel Ulber (IAAEU), der zentrale Diskussionslinien zusammenführte und die Bedeutung des Themas für Wissenschaft und Praxis betonte.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Referenten, die den Weg nach Trier gefunden haben und zum Austausch beigetragen haben.

5
Impressionen der Tagung „Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie“

06. August '25
Diskriminierungsschutz und Tarifautonomie - Tagung des IAAEU am 3.9.2025

Das IAAEU organisiert eine Tagung, die sich mit den praktischen Folgen der Nachtarbeitszuschlagsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts beschäftigt.
Ausgangspunkt der Tagung ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11.12.2024 über die Ungleichbehandlung aufgrund einer tariflichen Regelung zur Gewährung von Nachtarbeitszuschlägen. Das Bundesverfassungsgericht klärte die höchst umstrittene Frage, ob die Tarifvertragsparteien an die Grundrechte gebunden sind. Die Tagung befasst sich mit den Folgen der Entscheidung und wie diese im Kontext des nationalen und europäischen Rechts zu betrachten ist.

Das Programm ist hier abrufbar. Eine Anmeldung ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.

30. Juli '25
Yue Huang auf der 23. ISQOLS-Konferenz in Luxemburg

Vom 22. bis 25. Juli nahm Dr. Yue Huang an der 23. Jahreskonferenz und dem 30-jährigen Jubiläum der International Society for Quality-of-Life Studies (ISQOLS) in Luxemburg teil. Das diesjährige Konferenzthema „Redefining Progress: Achieving Sustainable Well-Being for All“ brachte Forschende aus aller Welt zu vier Tagen intensiven Austauschs und inspirierender Keynotes zusammen.
Am Donnerstag präsentierte Dr. Yue Huang ihr Paper „Industrial Relations and Working from Home in Germany during the COVID-19 Pandemic“, ein gemeinsames Projekt mit Prof. Laszlo Goerke (Direktor des IAAEU), Dr. Markus Grabka (DIW Berlin) und Viola Hilbert (Bundesministerium für Arbeit und Soziales).
Ein herzlicher Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren und an ISQOLS für die gelungene Durchführung dieser Konferenz.
Dr. Yue Huang
Dr. Yue Huang auf der ISQOLS-Konferenz

08. Juli '25
Interdisziplinäre Forschungswerkstatt des IAAEU

Am 8. Juli 2025 fand am IAAEU eine interdisziplinäre Forschungswerkstatt der beiden Forschungsgruppen des Instituts statt. Ziel der Veranstaltung war es, Themenfelder für zukünftige gemeinsame Projekte zu identifizieren und die Grundlagen für eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zu legen.

Im ersten Block wurde ein aktueller ökonomischer Beitrag zur Wirkung betrieblicher Mitbestimmung auf die Lohnzufriedenheit vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Analyse zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen Betriebsratspräsenz und Einkommenszufriedenheit. In der anschließenden Diskussion wurden Ansätze für eine juristisch-ökonomische Weiterverwertung, etwa durch die Übersetzung rechtlicher Mitbestimmungstatbestände in ökonomische Variablen, erörtert.

Im zweiten Block stand die Analyse des Koalitionsvertrags im Mittelpunkt. Ziel war es, gesellschaftlich relevante Themen mit interdisziplinärem Forschungs- und Veröffentlichungspotenzial zu identifizieren – darunter Arbeitszeitrecht, Gleichstellung, Kinderarmut sowie die Wirksamkeit von Tariftreueregelungen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Forschungswerkstatt. Dieses interdisziplinäre Diskussionsforum soll in Zukunft regelmäßig stattfinden und die gemeinsame Forschungsarbeit stärken.

Interdisziplinäre Forschungswerkstatt am IAAEU

01. Juli '25
Prof. Daniel Ulber auf der siebten Konferenz des Netzwerks für Arbeitsrechtsforschung in Bangkok

Vom 29. Juni bis zum 1. Juli nahm Prof. Dr. Daniel Ulber vom IAAEU an der siebten Konferenz des Labour Law Research Network (LLRN) in Bangkok teil.
Die alle zwei Jahre stattfindende LLRN-Konferenz bringt Arbeitsrechtswissenschaftler aus aller Welt zusammen, um den interdisziplinären Austausch zu fördern und aktuelle Herausforderungen des Arbeitsrechts im globalen Kontext zu diskutieren.

Die diesjährige Konferenz bot eine beeindruckende Plattform für den Dialog zwischen Forschung, Politik und Praxis – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Asien und Themen von globaler Relevanz, darunter:
  • Plattformarbeit, KI und technologischer Wandel
  • Regulierung der Lieferkette und transnationale Governance
  • Migration, prekäre Beschäftigung und soziale Ungleichheit
  • Arbeitsrecht und Entwicklung im Globalen Süden
Am Montag sprach Prof. Daniel Ulber im Panel „Time's Up! Rethinking Standards in Boundaryless Work” zum Thema: „Permanente Erreichbarkeit und Arbeitszeitrecht – Funktionswandel im Arbeitszeitrecht im digitalen Zeitalter”.
Ein großes Dankeschön an alle, die diese wunderbare Konferenz mitorganisiert haben! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste LLRN-Treffen in zwei Jahren.
Mehr Informationen hier.
Prof. Dr. Ulber auf der LLRN in Bangkok

26. Juni '25
Annahme zur Publikation im Journal of Happiness Studies

Theresa Geißler untersucht in einer neuen Studie, die zur Publikation im Journal of Happiness Studies angenommen wurde, ob der etablierte negative Zusammenhang zwischen Überqualifikation und Arbeitszufriedenheit auch für Angestellte des öffentlichen Diensts existiert.
Tatsächlich zeigt die Studie, dass der negative Zusammenhang in Deutschland lediglich für Angestellte des privaten Sektors beobachtet werden kann, wohingegen in der Stichprobe der Angestellten des öffentlichen Diensts ein positiver Zusammenhang existiert. Dieser positive Zusammenhang ist vor allem für Personen beobachtbar, die eine hohe Familienorientierung und altruistische Motivation aufweisen.

20. Juni '25
TriECON in Luxemburg

Am 5. Juni veranstalteten das IAAEU und das Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) gemeinsam einen Workshop zur Arbeits- und Personalökonomik. Damit setzt das IAAEU seine TriECON-Workshopreihe fort. Bisher fanden alle Workshops in den Räumlichkeiten des IAAEU auf Campus II der Universität Trier statt. Der gemeinsame Workshop von IAAEU und LISER ist ein Novum. Er fand erstmals im Ausland statt, genauer gesagt auf dem beeindruckenden Belval-Campus der Universität Luxemburg in Esch-sur-Alzette.

Der Workshop umfasste sechs Vorträge, drei von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des IAAEU und drei weitere von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des LISER oder der Universität Luxemburg. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten die Beiträge intensiv und gaben den Vortragenden viele konstruktive und hilfreiche Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Projekte.

Vom IAAEU sprach Björn Becker über „Higher Education, Lower Satisfaction - Hypogamy and Traditional Norms in Japan“, Theresa Geißler fragte "Who Bears the Brunt?" und analysierte „Tuition Fees and Educational Mismatch“, und Yue Huang befasste sich in einem gemeinsamen Projekt mit Laszlo Goerke, Markus Grabka und Viola Hilbert mit „Industrial Relations and Working from Home in Germany During the Covid-19 Pandemic“.

Link zum Programm des Workshops

Der gemeinsame Workshop stellt einen weiteren Schritt zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen dem IAAEU und dem LISER dar, dessen Leiterin der Abteilung Arbeitsmarkt, Prof. Dr. Christina Gathmann, auch Mitglied des Kuratoriums des IAAEU ist.

Link zur Workshop Series
TriECON_Luxemburg
TriECON_Luxemburg TriECON_Luxemburg TriECON_Luxemburg
Das IAAEU beim TriECON in Luxemburg

10. Juni '25
IAAEU-Trialog "Der Koalitionsvertrag im Lichte der Mindestlohnrichtlinie"

Am 10. Juni fand der erste IAAEU-Trialog mit unserem Gast Prof. Dr. Thomas Klein zum Thema "Mindestlohngestaltung zwischen Brüssel und Berlin: Der Koalitionsvertrag im Lichte der Mindestlohnrichtlinie" statt.

In Zukunft werden am IAAEU in loser Reihenfolge immer wieder Vorträge zu aktuellen politischen Vorhaben zum Arbeitsrecht und den Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union stattfinden.

Die EU-Mindestlohnrichtlinie (EU-RL 2022/2041) wird derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verhandelt. Anlass dafür war eine Nichtigkeitsklage Dänemarks Anfang 2023. Die dänische Regierung befürchtet, dass die nationalen Systeme zur Lohnfindung durch die Regelung möglicherweise untergraben werden könnten. Auch der Generalanwalt Emiliou hat sich dieser Ansicht angeschlossen, weswegen die Richtlinie nun vor dem Aus stehen könnte.

Prof. Dr. Thomas Klein nahm insbesondere zur Umsetzung der Richtlinie und den Problemen der Mindestlohnfindung in Deutschland Stellung. Besonders auffällig sei, dass das Prozedere der deutschen Mindestlohnkommission nicht auf Augenhöhe erfolgt, weil den Gewerkschaften dabei kein Druckmittel zur Verfügung steht. Zudem weise die nationale Umsetzung der Richtlinie erhebliche Defizite auf, deren Behebung durch den aktuellen Koalitionsvertrag nicht in Aussicht stehe.

Prof. Dr. Thomas Klein spricht sich daher für eine umfassende Reform der deutschen Mindestlohnfindung aus. Während der Diskussion wurden weitere interessante Aspekte geteilt und diskutiert, zum Beispiel zu der Frage, wie eine größere Einflussnahme der Gewerkschaften auf die Mindestlohnsetzung ausgestaltet werden könnte.

Der erste IAAEU-Trialog mit Prof. Dr. Thomas Klein

22. Mai '25
Vortragsreihe „IAAEU-Trialog – Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in Europa“

Am 10. Juni 2025 findet ab 17:30 Uhr der erste Vortrag der neuen Vortragsreihe "IAAEU-Trialog: Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in Europa" im Raum N2 auf Campus I der Universität Trier statt. Prof. Dr. Thomas Klein (htw saar) wird zur "Mindestlohngestaltung zwischen Brüssel und Berlin: Der Koalitionsvertrag im Lichte der Mindestlohnrichtlinie" referieren. In dem Vortrag geht es um die EU-Mindestlohnrichtlinie, die aktuellen (nationalen) Regelungen zum gesetzlichen Mindestlohn sowie darum, inwiefern die europäischen Vorgaben im aktuellen Koalitionsvertrag Berücksichtigung finden. Die Veranstaltung bietet eine fundierte Einordnung der rechtlichen Spielräume und Grenzen in der Mindestlohnpolitik.

Sie sind herzlich eingeladen!

06. Mai '25
Gastforscher der Universidade de Lisboa am IAAEU

Das Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) durfte kürzlich drei Gastwissenschaftler der Universidade de Lisboa begrüßen.
Prof. Pedro Madeira de Brito hielt einen Vortrag mit dem Titel „The Interpretation of Collective Agreements in Portugal“ („Die Auslegung von Tarifverträgen in Portugal“). Prof. Guilherme Machado Dray sprach über „Employment at will vs. Job Security: the clash that divides Western Employment Law“ („Kündigungsfreiheit vs. Kündigungsschutz: Der Konflikt im westlichen Arbeitsrecht“).
Guilherme Grillo stellte seine Forschung zu „Judicial Intervention in Collective Agreements in Brazil“ („Justizielle Einflussnahme auf Tarifverträge in Brasilien“) vor.

Im Anschluss fand ein lebendiger fachlicher Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des deutschen, portugiesischen und brasilianischen Arbeitsrechts statt, der spannende Einblicke in verschiedene arbeitsrechtliche Kulturen bot.

Darüber hinaus nutzten die Gäste gemeinsam mit ihren Studierenden die Bibliothek des IAAEU zur vertieften wissenschaftlichen Arbeit.
Gastforscher der Universidade de Lisboa am IAAEU

28. April '25
17. Workshop on Labour Economics 2025

Die 17. Ausgabe des Workshop on Labour Economics fand am 03. und 04. April am IAAEU statt. Erneut erreichten uns um die 100 Einreichungen für die Konferenz, aus der wir ein Programm mit 35 Präsentationen und Postern erstellen konnten. Insbesondere freuten wir uns Forscherinnen und Forscher aus 16 Ländern begrüßen zu dürfen. Die Themenschwerpunkte der vorgestellten Projekte umfassten insbesondere die Arbeitsmarkt-, Personal-, Bildungs-, und Migrationsökonomik.
Zudem umfasste das Programm nun zum zweiten Mail Sondersitzungen zur „Counterfactual Impact Evaluation“, die gemeinsam mit dem Competence Center on Microeconomic Evaluation des Joint Research Centres der Europäischen Kommission durchgeführt wurden. Erneut hat Fabio Berton als Vertreter des JRC diese Sessions betreut.

Die Konferenz bot ihren Teilnehmenden neben den Vorträgen zwei Höhepunkte: Den thematischen Höhepunkt gestaltete Prof. Dr. Ziebarth (Universität Mannheim/ZEW) mit seiner Keynote zum Thema „The Economics of Sick Leave“ am Donnerstagnachmittag. Im Anschluss folgte der zweite Höhepunkt im Rahmen unseres gemeinsamen Abendprogramms. Zunächst hatten wir die Möglichkeit die historischen Keller der Bischöflichen Weingüter zu besichtigen. Anschließend ließen wir den ersten Konferenztag mit einem gemeinsamen Dinner in der Weinwirtschaft Friedrich Wilhelm ausklingen. Dieser Teil des Workshops bot zusätzliche Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.
Der 17. Workshop on Labour Economics war ein großer Erfolg. Wir danken allen Teilnehmenden und freuen uns auf die 18. Ausgabe im Frühjahr 2026.
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Impressionen des Workshops

01. April '25
Theresa Geißler und Laszlo Goerke untersuchen Gewerkschaftsmitgliedschaft und Educational Mismatch

Mitglieder einer Gewerkschaft genießen eine Reihe von Vorteilen gegenüber Beschäftigten, die keiner Arbeitnehmervertretung angehören. In einer neuen Studie, die demnächst in Industrial Relations erscheint, dokumentieren Theresa Geißler und Laszlo Goerke einen weiteren Nutzen der Mitgliedschaft. Ihre Studie zeigt erstmals für Deutschland, dass Gewerkschaftsmitglieder seltener überqualifiziert sind, also seltener einen Arbeitsplatz innehaben, der weniger Qualifikationen erfordert, als der Stelleninhaber oder die Stelleninhaberin aufweisen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit für Gewerkschaftsmitglieder größer, in einer Position zu arbeiten, für die sie angemessen qualifiziert sind.

Die Analysen der beiden Mitarbeiter des IAAEU und der Universität Trier deuten darauf hin, dass diese Vorteile der Gewerkschaftsmitgliedschaft auf eine stärkere Verhandlungsposition und nicht auf Informationsvorteile zurückzuführen sind. Theresa Geißler erhielt 2023 auf der jährlichen Konferenz des International Network for Economic Research für das Projekt den PhD Paper Award.

27. März '25
Neue Veröffentlichung in der Zeitschrift International Labor Rights Case Law

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift International Labor Rights Case Law ist eine von Prof. Dr. Ulber und Georg Kuhs verfasste Entscheidungsanmerkung zum Urteil des EuGH vom 26.9.2024 in der Rechtssache Energotehnica (C-792/22) erschienen.

In der Energotehnica-Entscheidung hebt der EuGH mehrere zentrale unionsrechtliche Grundsätze hervor. Er betont, dass das in Art. 47 GRC verankerte Recht auf rechtliches Gehör mehr ist als eine bloße Formalität – Betroffene müssen die Möglichkeit haben, ihre Argumente tatsächlich vorzubringen, bevor eine gerichtliche Entscheidung ergeht. Zudem bekräftigt der EuGH einmal mehr den Vorrang des Unionsrechts: Nationale Gerichte müssen Unionsrecht anwenden – auch dann, wenn dies im Widerspruch zur Rechtsprechung des eigenen Verfassungsgerichts steht. Ein weiteres klares Signal setzt das Urteil schließlich für die Unabhängigkeit der Justiz. Der EuGH stellt unmissverständlich klar, dass Disziplinarverfahren gegen Richterinnen und Richter nicht dazu dienen dürfen, die Anwendung des (Unions-)Rechts zu verhindern. Damit stärkt das Urteil nicht nur die Durchsetzung des Unionsrechts, sondern auch die rechtsstaatliche Unabhängigkeit der Gerichte.

Prof. Dr. Ulber und Georg Kuhs, Procedural Effects of the Principle of Effectiveness in EU Law, ILaRC 2025, 138-143

24. März '25
Vortrag an der Masaryk University

Am 13. März hielt Dr. Sven Hartmann im Rahmen der Research Seminar Series an der Masaryk University in Brünn einen Vortrag mit dem Titel „Gender Inequality in Smoking: The Impact of West German Television on East Germany“.
Die Studie untersucht den Einfluss westdeutscher Medien auf das Rauchverhalten in der DDR. Das Forschungsprojekt entsteht in Zusammenarbeit mit Andrea Bernini von der Universität Oxford.

17. März '25
Erfolgreiche Disputation

Am 11.3.2025 hat Dr. Jonas Feld den Weg zum Doktortitel erfolgreich abgeschlossen.
Nach einer hervorragenden Disputation wurde ihm für seine "Essays in Labor Mobility and Workplace Technological Change" der Titel Dr. rer.pol. verliehen.
Zusammen mit den Gutachtern, Prof. Michel Beine PhD (Université du Luxembourg) und Prof. Dr. Laszlo Goerke (IAAEU und Universität Trier), sowie der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Xenia Matschke, freuen sich die Kollegen und Kolleginnen mit Dr. Jonas Feld über den Abschluss des Promotionsverfahrens und gratulieren ihm ganz herzlich.
Dr. Jonas Feld
Dr. Jonas Feld

13. März '25
Teilnahme an der BeWell-Konferenz 2025 in Berlin

Dr. Yue Huang nahm am 24. und 25. Februar 2025 an der jährlichen Konferenz des Berlin Network for Research on Well-Being (BeWell) in Berlin teil. Die Veranstaltung brachte führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammen und bot eine wertvolle Plattform für den fachlichen Austausch im Bereich Well-Being.

Im Rahmen der Konferenz präsentierte Yue Huang ein gemeinsames Projekt mit Prof. Laszlo Goerke (Direktor des IAAEU), Dr. Markus Grabka und Viola Hilbert (beide DIW Berlin) zum Thema „Industrial Relations and Working from Home in Germany during the COVID-19 Pandemic“.

Wir danken den Organisatorinnen und Organisatoren für eine gelungene Konferenz und freuen uns auf die nächste BeWell-Tagung in Halle.

Dr. Yue Huang
Dr. Yue Huang bei der BeWell Konferenz

10.  März '25
Neue Veröffentlichung in Labour Economics

Marco Clemens (IAAEU und Universität Trier) und Jan Sauermann (IFAU) untersuchen, inwiefern die Einführung leistungsorientierter Entlohnung die Produktivität von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eines großen Telekommunikationsunternehmens beeinflusst.
Die Studie zeigt, dass im Gesamtdurchschnitt kein signifikanter Effekt auf die Leistung besteht. Allerdings reagieren hochqualifizierte Arbeitnehmer positiv auf leistungsorientierte Entlohnung, während Arbeitnehmer mit niedrigem Skill-Level keine Leistungssteigerung zeigen und sogar langsamer arbeiten. Zudem reduzieren Arbeitnehmer ihre Überstunden, möglicherweise, um negative Effekte langer Arbeitszeiten zu vermeiden.

Marco Clemens und Jan Sauermann, Making the right call: The heterogeneous effects of individual performance pay on productivity, Labour Economics, 2025, 102694.

25. und 26. Februar '25
Gleichstellungsforum 2025

Am 25. und 26. Februar fand das Gleichstellungsforum 2025 der Hans-Böckler-Stiftung mit dem Thema „Zeit für Weiterbildung!“ in Berlin statt. Prof. Dr. Daniel Ulber hielt zusammen mit Dr. Yvonne Lott die Eröfnnungsvorträge. Thema seines Vortrags war "Geschlechtergerechte Weiterbildung - Rechtsrahmen und Instrumente". Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Ernesto Klengel, Dr. Yvonne Lott, Eileen Peters und Magdalena Polloczek vom WSI zum Thema "Und es gibt ihn doch! Der Gender Gap bei der betrieblichen Weiterbildung" statt.

Gleichstellungsforum 2025 der Hans-Böckler-Stiftung in Berlin

11. Februar '25
Interdisziplinäre Forschungswerkstatt des IAAEU

Am 11. Februar fand die interdisziplinäre Forschungswerkstatt des IAAEU statt, ein altes Format nun unter neuem Namen. Die Direktoren Prof. Dr. Laszlo Goerke und Prof. Dr. Daniel Ulber sowie Theresa Geißler, Jana Hagenmüller, Dr. Yue Huang, Ali Noor Sheikh und Jaqueline Stein präsentierten aktuelle Projekte und Projektideen mit juristischen und ökonomischen Fragestellungen.

Die Themen waren unter anderem „10 Jahre gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland: Juristische Prognosen und ökonomische Realität" und "Industrial Relations, Worker Well-Being, and Home Office: Insights from Studies on Germany".

Die Forschungswerkstatt soll nun regelmäßig fortgesetzt werden und die gemeinsame Forschungsarbeit stärken.

Forschungswerkstatt
Interdisziplinäre Forschungswerkstatt des IAAEU am 11. Februar 2025

10.  Februar '25
IAAEU Vortragsreihe „European and International Labour Law“

Am 19. Februar 2025 veranstaltet das IAAEU um 16 Uhr s.t. in Raum C10 mehrere Kurzvorträge von Gastforschern der Universidade de Lisbon.
Die Veranstaltung ist der Auftakt zur neuen IAAEU Vortragsreihe „European and International Labour Law“, welche Einblicke in aktuelle Themen und Herausforderungen des Arbeitsrechts auf europäischer und internationaler Ebene bietet.
Die Referenten sind Gastforscher der Universidade de Lisboa: Prof. Pedro Madeira de Brito, Prof. Guilherme Machado Dray und Guilherme Grillo. Sie referieren zu aktuellen Themen des internationalen kollektiven Arbeitsrechts sowie der Rechtsvergleichung.
Sie sind herzlich eingeladen!
Ankündigung der Vorträge für die Vortragsreihe 'European and International Labour Law'
Ankündigung der Vorträge für die Vortragsreihe "European and International Labour Law"

24.  Januar '25
Sven Hartmann am DIW Berlin

Am 22. Januar hielt Sven Hartmann im Rahmen der SOEP Brownbag Vortragsreihe am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) einen Vortrag mit dem Titel „Perceived Climate Impacts and Environmental Action“. Die Studie untersucht, wie Einstellungen zu Klimawandel-Folgen das Umweltverhalten von Individuen beeinflussen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit Daniel Graeber einem Mitarbeiter des SOEP.

Zusätzlich zum Vortrag absolvierte Sven Hartmann in der Woche vom 20. bis 24. Januar einen Forschungsaufenthalt am DIW Berlin, um sich mit Kolleg:innen des SOEP auszutauschen und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.
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SOEP Brownbag Vortragsreihe am DIW

21.  Januar '25
Stipendium am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio

Björn Becker, Mitarbeiter des IAAEU und des Lehrstuhls für Personalökonomik der Universität Trier, absolvierte vom 1. September bis 31. Dezember 2024 einen Forschungsaufenthalt am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio. Dieser wurde durch das Japanstipendium für Promovierende der Max-Weber-Stiftung ermöglicht.

Während des Aufenthalts untersuchte Herr Becker, wie der Bildungsstatus von Ehefrauen im Vergleich zu ihren Partnern die Lebenszufriedenheit der Frauen in Japan beeinflusst, insbesondere in Haushalten mit traditionellen Normen. Das DIJ unterstützte ihn dabei durch interdisziplinäre Perspektiven und Kontakte zu Professorinnen und Professoren japanischer Top-Universitäten.

Ein Höhepunkt war die Präsentation seines Projekts in der DIJ-Studiengruppe. In dieser Studiengruppe zu Japan-spezifischen Themen halten Experten und Expertinnen 45-minütige Vorträge vor einem internationalen Fachpublikum, gefolgt von einer Diskussion. Herr Becker erhielt dabei wertvolle Impulse für seine Arbeit. Zudem stellte er seine Forschung auf der Konferenz der Japan Economic Policy Association (JEPA) vor und nahm an der Herbsttagung der Japanese Economic Association (JEA) in Fukuoka teil.
Björn Becker am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio
Björn Becker am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio

07.  Januar '25
Dr. Martín Besfamille besucht das IAAEU

Vom 12. bis 21. Dezember 2024 besuchte Dr. Martín Besfamille das IAAEU. Er ist außerordentlicher Professor am Instituto de Economía der Pontificia Universidad Católica de Chile und Research Fellow am CESifo. Die Forschungsschwerpunkte von Dr. Besfamille sind Fiskalföderalismus und Dezentralisierung, die Umgehung von gesetzlichen Beschränkungen sowie Steuerhinterziehung.

Während seines Aufenthalts am IAAEU arbeiteten Martín Besfamille und Laszlo Goerke an einem gemeinsamen Projekt, das sie vor einigen Jahren beim Besuch des CESifo in München begonnen und während eines Besuchs von Laszlo Goerke in Santiago de Chile Anfang 2024 fortgeführt haben. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass viele Behörden partikuläre Ziele verfolgen, jedoch ignorieren, dass ihr Verhalten die Markteingriffe anderer Behörden beeinflusst. Beispielsweise versucht die Steuerverwaltung, Steuervermeidung durch Unternehmen einzudämmen, während andere Institutionen für die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften verantwortlich sind. Eine strengere Durchsetzung einer Art von Verpflichtungen, wie Steuergesetzen, kann jedoch die Anreize für Unternehmen verändern, sich an andere Vorgaben zu halten. Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen dem Verhalten zweier solcher Regulierungsbehörden im Kontext eines oligopolistischen Modells à la Cournot zu analysieren.

Wir werden sicherlich über den Fortschritt des gemeinsamen Forschungsprojekts berichten, sobald die Koautoren den ersten Entwurf des geplanten Papiers fertiggestellt haben.
Dr. Martín Besfamille
Dr. Martín Besfamille